Was haben Möwen mit dem Hier und Jetzt zu tun?

Neulich an einem recht warmen sonnigen Tag am Barendorfer Ostseestrand.

Um einen klaren Kopf zu bekommen und das Denken mal anderen zu überlassen, bin ich mit Lino ans Meer gefahren. Intuitiv lies ich mich führen und landete an einem ziemlich schönen und wenig vollem Sandstrand.

Wir liefen am Strand entlang und irgendwann setze ich mich in den Sand, lauschte dem Meer und auch den Möwen, die auf dem Wasser und in der Luft schrieen. Der Wind wehte und am Horizont segelte ein Dreimaster vorbei.

Tief berührt von dem, was ich wahrnahm geriet ich in einen meditativen Zustand.

 

 

Je mehr ich dem Meer lauschte und in die Wellen und aufs Wasser schaute, umso mehr tauchte ich ein in die Welt des Allumfassenden. Etwas in mir nahm wahr, wie tief wir mit dem Wasser und den Wellen verbunden sind und mit dem Wind und auch mit den Tieren in und auf dem Wasser.

Im Kopf tauchten Sätze auf wie:

Jeder Tropfen Wasser ist der Ozean.

In jedem Tropfen spiegelt sich das gesamte Universum wieder.

Nichts ist getrennt von etwas anderem und dennoch gibt es Millionen verschiedenster Ausprägungen.

Ich lauschte diesen Worten und meine Augen wanderten am Meeresufer entlang und blieben an einer Möwe hängen. Sie schien auch mich zu bemerken und wir sahen uns an. Etwas weiter entfernt hinter der Möwe nahm ich noch etwas anderes wahr, was grade scheinbar mühevoll an Land robbte. Nein, es war keiner von den dunklen Felsen im Meer, sondern tatsächlich eine (Kegel-?)Robbe, die an Land robbte.

Wow. Welch seltenes Ereignis an einem sommerlichen Ferientag an der Ostsee.

Was mir durch die Möwe in meinen Kopf kam waren folgende Sätze:  „Du kannst tun was Du willst. Du kannst völlig im Hier und Jetzt sein. Es gibt keine Probleme und es gibt nichts zu müssen.  

In mir tauchte auf, dass ich die Möwe darum „beneide“, dass sie so frei ist und ich (scheinbar) nicht.

Sie meinte: Da gibt es nichts zu beneiden. Du bist genauso frei.

Wenn Du Dich ganz dem Hier und Jetzt hingibst bist Du frei! In jedem Augenblick. Mensch wie Tier. Jeder.

Kein Tier denkt jemals über die Vergangenheit nach oder über die Zukunft. Das tut nur der Mensch. Auch liebt der Mensch es, über irgendwelche Dinge oder Probleme nach-zu-denken anstatt einfach nur zu sein. Im Hier und Jetzt ist alles vorhanden, was Du brauchst. Gib Dich dem voller Demut hin und sei.

“ Sieh, für Dich mag es so aussehen, als ob ich alleine unterwegs bin – doch dem ist nicht so. Jedes Einzeltier ist verbunden mit allen anderen seiner Art. Fliegt eine Möwe los, dann ist das wie ein Sog und alle anderen – die sich in ihrer Nähe befinden – fliegen auch los.“ Ja, das hatte schon einmal gehört von Zugvögeln, auf die Frage, wie die Tiere denn zusammenkämen, um loszuziehen.

Sie sagten: “ Es ist ein innerliches Kribbeln. Wir spüren ganz deutlich, das der Zeitpunkt gekommen ist loszuziehen. Jedes einzelne Tier nimmt das wahr und dann versammeln wir uns und es ist, als wären wir zusammen EIN Wesen. Es gibt keine Unterscheidung zwischen Mir und Dir oder zwischen Ich und Du.“

 

Freiheit

Für mich sind Vögel der Inbegriff der Freiheit und seit ich denken kann, liebe ich diese gefiederten Wesen.

Schon als Kind hielt ich Zwiesprache mit einem Turmfalken auf dem Hochhausdach des Wohnhauses in Berlin, in dem wir wohnten. Seit dem begleiten mich Vögel auf meinem Weg – wo auch immer hin.

Welches Tier begleitet Dich auf Deinem Weg? Hast Du auch einen „Reisegefährten“? Berichte mir doch davon, ich freue mich, von Dir zu lesen und bin ganz gespannt.

 

In Liebe, Miriam

 

 

 

Alle Bilder auf dieser Seite: von pixabay

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