Botschaft der Weinbergschnecken

Überlegt habe ich schon vor längeren mit Schnecken zu sprechen und hier an dem Ort, an dem ich gerade bin, treffe ich auf sehr viele der Art „Weinbergschnecke“.

Im Norden Deutschlands hatten wir in unserem  Garten unzählige Nacktschnecken und nur vereinzelt traf ich unterwegs auf Gehäuseschnecken.

Weinbergschnecke

Hier ist es genau umgekehrt: es gibt sehr sehr viele Weinbergschnecken – ist ja auch ein Weinanbaugebiet – und nur sehr selten sehe ich eine Nacktschnecke.

Heute war es dann soweit: ich nahm Kontakt auf zu den Weinbergschnecken.

 

Hallo liebe Schnecke, ich bin sehr beeindruckt von Dir, denn Du machst was, was ich auch gerne hätte: Du trägst dein Haus immer bei Dir. Ich möchte auch in meinem Haus auf Rädern durch die Lande ziehen und dort verweilen, wo es mir behagt.

Wie geht es Dir?

Wie es mir geht? Ich habe noch gar nicht darüber nachgedacht. Das ist nicht so das, was wir tun. Du hörst schon: ich rede in der Wir-Form, denn es gibt kein Ich bei uns Schnecken – wie bei fast allen Tierarten auf der Welt. (z.B. bei den Krähen, oder den Zecken)

Ihr Menschen denkt ständig über alles und jeden nach und vor und überhaupt – wir sind einfach nur. Wir nehmen die Welt auf eine besondere Weise wahr:  jede Erschütterung am Boden fühlen wir, wenn ein anderes Wesen unseren Weg kreuzt. Wir fühlen auch den Luftzug und riechen und hören und schmecken was sich uns nähert.

In allem was ihr tut, seid ihr Menschen übrigens sehr sehr laut. Wir können auch einfach nur dasitzen und warten und spüren und sein. Ja, wir tragen unser Haus auf dem Rücken. Auch das ist eben so.

Wir kennen es nicht anders und nehmen es so an, wie es ist. Wir haben ganz feine Antennen und wir sind – mit euren Worten gesprochen – sehr sehr sinnliche Wesen. Alles, was wir tun, tun wir mit allen Sinnen und voll und ganz.  

Was ist eure Aufgabe hier auf Erden?

Wir bringen euch die Sinnlichkeit näher.

Wenn wir miteinander verschmelzen, so verschmelzen wir komplett, mit allem was wir haben und sind. So können wir stunden- ja sogar tagelang miteinander sein. Wir Schnecken sind geschlechtsneutrale Wesen bzw. wir tragen jedes Geschlecht in uns.

Wir beurteilen und bewerten nicht, wir sind einfach nur.

In dem Akt des Verschmelzens geben wir uns völlig auf bzw. völlig hin. Die Zeit steht dann still. Wenn ihr anfangt euch mit uns zu beschäftigen, dann taucht völlig ein in unser Schnecken-Wesen. Traut euch, ihr könnt es. Gebt euch ganz hin und spürt.

Wir sind vermutlich die sinnlichsten Wesen hier auf diesem Planeten.

Hättest Du das gedacht, Miriam?

Verschmelzung von Schneckenwesen

 

Nein, auf diese Idee wäre ich im Leben nicht gekommen 😉 Das berührt mich aber grade sehr. Als meine jüngste Tochter noch ganz klein war, da brachte sie oft Schnecken mit und nahm sie mit in ihr Bett und am nächsten morgen fand ich dann die Schneckenspuren an der Wand… 

Ja, kleine Kinder sind uns noch sehr nah und spüren uns sehr. Sie sind ja auch sehr sinnliche Wesen, die alles mit allen Sinnen wahrnehmen. Nach und nach tauchen sie dann ein ins Vergessen.

Wie können sich denn die Menschen euch Annähern?

Mir fällt dazu ein, das es viele Menschen gibt die euch nicht mögen, weil ihr im Garten alles auffresst und sie euch dann lieber vernichten. Und dann gibt es noch die Menschen, die euch gerne auf dem Teller als Delikatesse haben.

Ja, das wir nicht sonderlich beliebt sind bei den Menschen geht auf ihre Unwissenheit zurück.

Verbreite unsere Botschaft, Miriam, bringe sie unter die Leute, damit sie in sich hinein spüren können und ihr Herz dazu befragen können.

Sind sie berührt, so werden sie uns mit anderen Sinnen betrachten. Im Übrigen tauchen wir dort gehäuft auf, wo die Menschen besonders viel Sinnlichkeit nötig haben 🙂

Oha! Dazu sage ich jetzt mal nichts 😉  

Danke, bis bald, Miriam 

Hättest Du das gedacht? Also ich nicht! Wie geht es Dir, wenn Du das liest? Ich freue mich über einen Kommentar von Dir.

In Liebe, Miriam

  

 

 

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4 Antworten

  1. Claudia McBriarty sagt:

    Irgendwann brachte mein Mann mal ein paar Weinbergschnecken aus dem Wald in meinen Garten . Jetzt begegne ich ihnen gehäuft – sie fühlen sich offensichtlich wohl bei mir . Ich bin immer berührt von ihrer grazilen Eleganz und der Beharrlichkeit , trotz oder gerade wegen ihrer Langsamkeit an ihr Ziel zu kommen .
    Wann immer ich einer von ihnen begegne , denke ich in Achtsamkeit an sie und begegne ihr mit Respekt und Dankbarkeit , das sie meinen Weg kreuzt . Allerdings fällt mir diese Achtsamkeit auch nicht sonderlich schwer – es scheint für mich eine natürliche Ehrfurcht vor der Natur zu sein . Leider bin auch ich nicht frei von Unachtsamkeit und manchmal , wenn auch sehr selten , passiert es schon , das ich die Schnecken nicht sehe und zertrete… dann gibt es nicht nur einen Knacks im Schneckenhaus – immer auch einen Knacks in meinem Herzen …

    • SeelenReisende sagt:

      Danke, dass Du Dich hier mitteilst. Ich bekomme jedesmal einen fürchterlichen Schrecken, wenn ich versehentlich eine zertrete, zum Beispiel wenn ich im Dunkeln mit Lino spazieren gehe. Zum Glück ist das nicht der Normalfall, sondern eher selten. LG Miriam

  2. Stefanie sagt:

    Boah,Hammer! Ich bin wie immer hin und weg! Bitte mehr von den Tieren!!! Was ist denn mit Libellen? Mein Vater hat sich in eine verwandelt auf seiner Beerdigung…
    Vielen vielen Dank!!!

    • SeelenReisende sagt:

      🙂 Ja, Libellen sind auch sehr interessante Tiere. Ich habe mal eine tot! in meinem Auto hinter meinem Rücksitz gefunden. Das sind nicht-irdische Wesen meiner Meinung nach.

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