Die ersten Wochen in der Berta #3

November 2017

 

Ich schreibe Dir aktuell aus Berlin. Die Woche davor war ich in Niedersachen in der Nähe von Bremen und habe meine Tochter besucht und Freunde getroffen und Dinge geregelt…und meinen letzten verbliebenen Weisheitszahn beerdigt. Er wurde mir spontan gezogen, nachdem er mir abgebrochen war und ich mit Schmerzen zu meinem alten Zahnarzt ging.

Ich wurde dort auch mal wieder mit dem typischen nasskalten regnerischem und nebligen Wetter konfrontiert. Das hatte ich schon fast wieder vergessen, wie sich das anfühlt. Die Temperaturen lagen schon bei ca. 2°C mit nächtlichem Bodenfrost.
In der Berta war es total ok. Morgens durchaus im einstelligen Bereich, dennoch akzeptabel.

 

November in Niedersachen

Gefroren hatte ich bislang noch nicht.

Ich schlafe auf Schafsfellen und habe drei Decken über mir…das ist wirklich kuschelig. Und dem Lino macht das auch nix aus. Der mag es sowieso lieber kalt als warm – st ja auch ein Husky drin in ihm.

Eine Herausforderung für mich war die Zeit unmittelbar nach der Zahn-OP. Da hatte ich mich mal kurze Zeit ziemlich desolat und leicht fiebrig gefühlt und war sehr dankbar, dass eine liebe Freundin mir ihr Haus am nächsten Tag zur Verfügung gestellt hat, so dass ich im Warmen sein konnte und mal wieder die Annehmlichkeiten eines festen Wohnsitzes spüren durfte.

Ansonsten läuft bisher alles gut: ich schlafe in der Berta wo ich grade bin bzw. wo ich am nächsten Morgen sein möchte – bevorzugt in einer ruhigen Gegend mit Wald oder Feld. Zum Arbeiten brauche ich manchmal schnelleres Internet, dann gehe ich entweder zu einem Freund/Freundin oder suche mir ein Lokal mit WLAN. Wenn Du wissen möchtest, was ich so arbeite, dann kannst hier mehr erfahren …und hier auch noch 😉

Mit Lino läuft auch alles super und ich bin so stolz, dass wir heute einen einstündigen Spaziergang durch einen (mir fremden) Wald gemacht haben komplett OHNE Leine!

Manchmal traue ich mich nicht ihn so lange abzuleinen, da er doch mal 11 Tage lang weg war vor 3 Jahren und er so gerne jagen geht!
Ich glaube, dem Lino gefällt unser „neues Leben“. Mir auch 🙂

Drei Nächte lang hatten wir in der Wohnung meiner Mutter auf der Couch geschlafen und am dritten Morgen beschlossen, das es so nicht weitergehen kann! Ich muss einfach wieder in der Berta schlafen. Das ist jetzt mein Zuhause und ich fühle mich so rundum wohl in ihr.

Auch bin ich wieder richtig kreativ geworden.

Kann man eigentlich kreativ werden? Oder anders gesagt: die Anbindung an das große Ganze ist wieder da und so gestalten meine Hände tolle kreative Dinge. Zur Zeit male ich Mandalas – Nein! Es malt aus mir ist die korrekte Formulierung! Ich zeige Dir mal ein paar Bilder:

Mandala-Kollektion

4 Mandalas

 

Was gibt es sonst noch so zu berichten?

Einmal wurde ich bisher von der Polizei angehalten, als ich abends – aus einer Therme kommend – nach einem Schlafplatz Ausschau gehalten hatte. Meinen Augen waren ziemlich rot vom Salzwasser und der Polizist fragte mich, ob ich mit einem Drogentest einverstanden bin. Ich versicherte ihm, dass ich keine Drogen nehme (stimmt auch) und erklärte mich einverstanden. Doch sie hatten gar keinen dabei!

Schließlich ließen sie mich weiter fahren und sagten, ich solle mir doch einen Schlafplatz suchen, wenn ich zu müde zum Fahren werde 😉
Ich hatte dann überlegt, warum sie mich wohl angehalten hatten und dann fielen mir wieder meine Aufkleber hinten an der Berta ein: Die Blume des Lebens, das Om-Zeichen und „Beware, I practise witchcraft!“ !!! Ob es wohl daran lag? Ich dachte mir, ich schaue mir das mal eine Weile lang an und wenn ich für meinen Geschmack zu oft angehalten werde, dann ändere ich was.

So, nun lerne ich mal weiter Italienisch für meine bevorstehende Italienreise und danke Dir fürs Lesen.

 

Bis bald, Deine Miriam, Lino und die „dicke Berta“  Miriam und Lino in der Berta und Mandalas

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4 Antworten

  1. Andrea sagt:

    Es ist schön dein Bericht zu lesen – man fühlt sich irgendwie dabei und hat das Bedürfnis weiterlesen zu wollen! Es ist einfach wunderschön und befreiend das zu tun, was man möchte. Ich wünsch dir und Lino alles Liebe!! Namaste Andrea

  2. Karin sagt:

    Vielen Dank für deinen Bericht über das Projekt Berta. Ich bin auch gerade dabei mein Leben
    in eine neue Bahn der Freiheit, Einfachheit und Unabhängigkeit zu lenken. Werde deine Berichte
    weiter verfolgen. Alles Gute für dich und viele Grüße…Karin

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