Die Transformation oder auch: Experiment Glatze

Aussen wie Innen – Innen wie Aussen

Vor wenigen Tagen war es soweit: einem inneren Impuls folgend liess ich mir meine Haare abschneiden. Nicht etwa „nur kurz“ schneiden – Nein, ich liess sie mir komplett abrasieren! Glatze!

Gedacht habe ich: „Okay, ich probiere es mal aus und lasse sie dann wieder wachsen“ und jetzt nach ein paar Tagen merke ich, wie gut mir sie mir gefällt – die Glatze.

Was ist geschehen?

Es geht um (m)eine innere Transformation. Im Grunde genommen ist es eine Transformation auf allen Ebenen. Tiefgreifend. Dem wahren Selbst noch näher kommend. Aussen wie Innen – Innen wie Aussen.

Es geht darum, mich nicht (mehr) zu verstecken, ums authentisch sein, Nacktheit, Reinheit, Klarheit und ganz im Hier und Jetzt sein.

Ich fühle mich so verletzlich, so zart, dem Himmel so nahe und auch voll präsent. Ganz Hier. Das Kronenchakra ist gefühlt weit offen und der ganze Kopf und die Kopfhaut extrem empfindlich.

Erstaunlicherweise fühle ich mich weiblicher denn je.

Glatze als Frau in Indien

Miriam mit Glatze

Gesagt wird ja in „spirituellen Kreisen“, dass lange Haare, nein, überhaupt das Kopfhaar als Antennen wirken und für eine gute Anbindung nach oben sorgen und die Feinfühligkeit beeinflussen. Bestätigen kann ich das nicht. Trotz kurzer Haare waren die Antennen am Wirken.

Dann gibt es ja noch den Aspekt der Weiblichkeit und Schönheit, in dem lange Haare eine große Rolle spielen.

Viele Menschen – vor allem Frauen definieren sich über ihre Haare. Möglichst lang sollen sie sein, schön und voll, schließlich soll Frau ja sinnlich rüberkommen… Eine schöne Farbe sollen sie haben und glänzen und und und. In diesem Sinne war das noch nie mein Thema.

Das Haar trug ich je nach Stimmung wie es grade in meinem Inneren aussah. In der Jugendzeit punkig und auffällig, bunt und schrill, später hatte ich Dreads, dann lange Zeit mit Henna gefärbte lange rote Haare bis sie schließlich kurz und kürzer wurden, was v.a. praktisch war beim Sport und im Sein mit den Kindern. Die Glatze ist quasi der Höhepunkt dessen 😉

Ich habe das Versteckspiel hinter den Haaren schon lange nicht mehr – dachte ich.

Bis vor zu dem Moment, an dem ich mir die Glatze rasieren liess! Das Gesicht war plötzlich wieder klar, offen und deutlich zu sehen, verstecken absolut unmöglich. Jede Unebenheit, jedes kleinste Detail ist zu sehen…

 

Ich denke, ich werde meinen Kopf mit einem Henna-Tattoo bemalen lassen…

HennaTattoo am Kopf

Amazing – Henna-Tattoo am Kopf

Wie findest Du Frauen mit Glatze und was sagst Du zu meinem „Experiment“?

Ich freue mich, von Dir zu lesen.

In Liebe, Miriam

Alle Bilder von Miriam Linda Weiss und pixabay

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4 Antworten

  1. Hallo Miriam,

    ich kann dir zum Teil sehr gut nachfühlen. Ich hatte jahrelang einen riesigen Wirbel um meine Haare gemacht. Besonders da ich schon länger drei sehr lichte und eine kahle Stelle hatte. Vor zwei Jahren war es mir dann einmal Zuviel. Ich rasierte sie ab. Doch die Bange vor der alltäglichen Mitbevölkerung lies mich die Haare wieder züchten. Ich redete mir ein, meine lichten Stellen würden weniger auffallen, besonders, da ich sie schön dunkel färbte.

    Doch dieses Jahr im Januar hatte ich den selben Impuls wie du. Ich zog von Friseur zu Friseur, die Haare wurden immer kürzer. Den Entscheidenden Schnitt, erledigte ich zu Hause seelbt. Erst mit der Maschine (9,99 bei Rossemann) und dann mit dem Nassrasierer.

    Seitdem rasiere ich alle paar tage nach. Die Versuche sie wieder wachsen zu lassen hielten selten länger wie 20 Tage. Aktuell fühle ich mich, mit glattem und kahlen Kopf am meisten „Ich“. Und die Möglichkeiten sind mit Mützen und Tüchern riesig. Inzwischen gehe ich auch immer öfter komplett „oben ohne“. Manche Blicke bemerke ich, andere nicht. Ich finde, die Welt wird sich an kahle Frauen noch gewöhnen ;).

    herzliche Grüße, Monica

    • SeelenReisende sagt:

      Liebe Monica, vielen lieben Dank für Deinen Kommentar. Ich musste richtig lachen darüber 🙂 Ja, ich fühle mich auch immer mehr „Ich Selbst“ je kürzer die Haare sind. Grade liess ich sie ca. 2 Wochen wachsen, v.a. weil es mir zu kalt war am Kopf nach Indien! Doch dann kaufte ich mir eine Haarschneidemaschine und rasierte anschließend nass nach – und bin wieder glücklich und zufrieden. Mir fällt jedoch auf, dass ich zum Teil gar nicht beachtet werde, wenn ich mich „nackt“ zeige, doch das ist mir egal! Ich bemerke es und es ist alles gut wie es ist.
      Vielen herzlichen Dank für das Teilen Deiner Haar-Geschichte, alles Liebe, Miriam

  2. Marion sagt:

    Liebe Miriam, danke für Deine Artikel. Deinen Glatzenkopf finde ich prima. Auch die Idee ihn mit Hennafarbe zu tätowieren. Ich habe viele sogenannte Wirbel auf dem Kopf. Vielleicht, weil ich mit der Zange in dieses Leben befördert wurde. Auf jeden Fall fallen mir diese Haare immer nach vorn und ins Gesicht. Es stört mich sehr und ich fühle mich nicht frei genug. Schon seit letztem Jahr trage ich mich ebenfalls mit dem Gedanken, mir eine Glatze rasieren zu lassen. Jetzt wird es warm und ich werde sie mir auf jeden Fall erst mal ganz ganz ganz kurz schneiden lassen. …….. vielleicht unternehme ich dann auch den nächsten Schritt…….. Liebste Grüße von Marion

    • SeelenReisende sagt:

      Danke liebe Marion für Deinen Kommentar, ich kann Dich nur ermutigen den nächsten Schritt zu gehen. Es sind „nur“ Haare, und im Normalfall wachsen sie nach 😉 Höre auf Deine Intuition und gehe dieser nach, egal, was andere dazu sagen oder darüber denken. Ich habe auch etwas gebraucht, um diesen Schritt zu gehen und bereue nix! Auch ist es mir egal, was andere dazu sagen. Oft höre ich: „Das würde ich auch gerne machen“ oder „Ich traue mich nicht“. Das hat mir Dir nix zu tun, sondern mit denen die das sagen. Liebste Grüße und erzähl doch mal, wenn Du Dich getraut hast 🙂

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