Natur-Heilung

Wie die Natur bzw. der Wald mir dazu verhalf zu heilen

Vor 11 Jahren zog ich mit meinen beiden Töchtern von Berlin nach Niedersachen. Wir zogen auf einen idyllischen Pferdehof mitten in der Pampa umgeben von Wald, Feldern und Wiesen. Die nächste Einkaufsmöglichkeit, sowie die Schule für meine Jüngste oder auch der Bahnhof lagen ca. 5-8 km entfernt.

In der ersten Zeit hatte ich ein Gefühl von Dauer-Urlaub! Nachts war es so dunkel, dass ich meine Hand vor meinen Augen kaum sehen konnte. Die Stille dröhnte in meinen Ohren. Ich brauchte Wochen, um vom Großstadttrubel runterzukommen.

Anfangs dachte ich ganz naiv, dass ich mein altes Leben in Berlin mit allem was mir widerfahren war hinter mir gelassen hätte – doch weit gefehlt. Es holte mich schneller ein als erwartet.

Und genau in dieser Zeit half mir der Wald zu heilen.

Herzliche Natur

Herzliche Natur

Eines Tages lieh mir eine Freundin ein Buch zum Thema Schamanismus und „bewaffnet“ mit diesem Buch ging ich in den Wald und hatte plötzlich das dringende Bedürfnis auf einen Baum zu klettern um dort dieses Buch zu lesen. Ich folgte diesem Impuls und fand eine wunderschöne alte Eiche. Ich war sehr berührt von ihrer Ausstrahlung und Schönheit. Wie ein Wächter stand sie ganz allein auf einer Lichtung und passte auf. Ich ging zu ihr und kletterte hinauf und umarmte sie.

Genau in diesem Augenblick schossen mir auch schon die Tränen in die Augen und ich heulte los. Es war so beruhigend und kraftvoll dort zu sein. In weiter Ferne hörte ich einen Mäusebussard rufen. Im Stillen bat ich den Baum den Bussard zu sich/zu mir zu rufen. Und siehe da: der Bussard kam angeflogen und setzte sich nur wenige Meter über mir auf einen Ast. Er blieb eine Weile dort oben sitzen, bis er mich bemerkte – so schien mir – und flog dann weiter.

Ich war sehr tiefberührt von diesem Erlebnis mit der Eiche und dem Bussard. Heute würde ich sagen, dass das der Beginn meiner Heilung war. Es war die Initialzündung, die ich brauchte um noch tiefer zu gehen.

Seitdem beschäftige ich mich unter anderem mit schamanischen Heilmethoden und mit Tier- und Pflanzenkommunikation. Ich spüre und weiß das alles beseelt und lebendig ist.

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In der folgenden Zeit ging ich immer wieder stundenlang im Wald spazieren. Mal mit den beiden Hunden, mit denen wir zusammen wohnten, mal allein. Später fast jeden Tag, wenn meine Kinder in der Schule waren. Zuhause ging es mir zunehmend schlechter, doch im Wald schöpfte ich Kraft. Zu Anfang hatte ich noch etwas Angst. Angst vor den Tieren im Wald. Ich erschrak bei jedem Reh, was ich sah oder hörte. Doch nach und nach gewöhnte ich mich an die für mich ungewohnten Geräusche und Gerüche. Ich machte wunderbare Natur-Entdeckungen, sah Hirsche kämpfen, hörte ihre Brunftschreie, sah Spuren von Ihnen und anderen Tieren auf dem Waldboden und an den Bäumen.

Angst hatte ich jetzt nur noch vor den bewaffneten Jägern.

Ich tauchte ein in den Wald – wurde eins mit ihm – verschmolz mit den Bäumen. Mit jedem Schritt den ich tat ging es mir besser und ich bekam wieder Energie, die ich dringend brauchte um meinen Alltag zu bewältigen. Bei Wind und Wetter war ich im Wald. Eine zeitlang täglich mehrere Stunden. Mal saß ich nur da, angelehnt mit dem Rücken an einem starken Baum, aber meistens ging ich spazieren.

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Das Sein im Wald war allerdings nicht ausreichend bei mir, um mich vollständig zu heilen, dafür waren noch andere Schritte notwendig. Ich denke aber, das es ein erster großer Schritt in Richtung Heilung war. Heute weiß ich – dank Clemens G. Arvay – das Bäume heilen und auch wie sie es tun.  

Und wie geht es dir? Hast du Erfahrung mit Natur-Heilung? Berichte mir gerne davon, ich freue mich darauf, von dir und deinen Erfahrungen zu lesen.

In Liebe,

Miriam

Bildquelle der verwendeten Bilder in diesem Artikel: pixabay

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