Wie findet man seine innere Klarheit?

Entscheide Dich – Leichter gesagt, als getan!

 

Wie oft habe ich das schon anderen Menschen gesagt und mit ihnen durchgekaut und geübt.

Und nun das!

Schon seit einiger Zeit schwanke ich hin und her zwischen einer großen inneren Klarheit, um kurz darauf wieder völlig verwirrt zu sein und nicht mehr zu wissen, was ich tun wollte oder sollte oder muss.

 

Was ist passiert?

 

Ich versuche mal in Worte zu fassen, was wirklich ist und was mir hilft: Zur Zeit stehe ich vor wirklich wichtigen Entscheidungen, wie es in meinem Leben weitergehen soll. Mir schienen sie elementar und ich habe mich immer mehr unter Druck gesetzt, sie so schnell wie möglich durchzuführen.

 

Es gibt immer wieder Momente, in denen ich völlig klar bin und weiß, wie es weiter geht und was ich zu tun habe. Und dann?

 

Dann spreche ich entweder mit jemandem darüber und höre mir noch andere Vorschläge oder Meinungen an oder jemand drückt mir ungefragt seine Meinung auf.

Sei klar, Sei Du selbst, Sei authentisch

Und schon ist sie wieder da, die innere Verunsicherung.

 

Ich will sie gar nicht haben, schon gar nicht ungefragt. Was bilden sich andere Menschen eigentlich ein, mir ungefragt einfach deren Ansicht aufzudrücken? Das führt doch zu nix! Ich bleibe verwirrt und kraftlos zurück – mein Gesprächspartner*in fühlt sich wahrscheinlich besser, aufgetankt mit (meiner) Energie! Im Grunde genommen kann man sich ein solches Gespräch sparen. Das weiß ich jetzt.

 

Und eigentlich weiß ich es schon lange.

 

Damals, als wir unseren Hausbau planten, sprachen wir immer wieder mit Freunden und Nachbarn darüber und JEDER sagte etwas anderes und gab seinen Senf dazu. Bis wir einen Schlussstrich zogen und beschlossen, es so zu bauen, wie WIR das wollen und nicht so, wie ANDERE es wollen. Das fiel mir gestern wieder ein, als mir eine Freundin riet: „Spreche nicht mit anderen darüber, wenn Du klar bist!“ Wie recht sie hat – Danke! Ich hatte es tatsächlich vergessen.

 

Dafür sind Freunde da, oder?

 

Nicht dafür, einen zu verwirren – sondern dafür, einfach nur zuzuhören. Das lerne ich grade hier in der Gemeinschaft in der ich aktuell lebe. Ich lerne hier den Circle Way kennen, eine liebevolle Art und Weise zu reden und zuzuhören – OHNE gutgemeinte Ratschläge und andere Meinungen zu bekommen.

 

Das interessante daran ist, dass beim Reden Klarheit entsteht.

 

Der Himmel ist immer klar…

 

In mir zumindest.

Und dann:

  • Loslassen des Zweifels
  • der Verwirrung
  • des Komplizierten
  • des Nicht-Wissens
  • des Ich-kann-das-so-nicht-machen

Das ist echte Befreiung! Glaub mir.

 

Zuerst dachte ich, es hängt mit diesem Ort hier zusammen, das ich mich so unklar fühle und mich nicht entscheiden kann. Jetzt glaube ich, das es (die Unklarheit) in mir wirklich erkannt, gesehen, akzeptiert und geheilt werden wollte.

 

Ich spüre es sofort: mir wird es körperlich leichter, der Druck auf der Brust nimmt ab, ich atme freier und fühle eine sofortige Klarheit. Yeah! Wie schön.

 

Ich bin bereit Verantwortung zu übernehmen für das, was ich denke, sage und tue.

 

Ich bin dankbar für alles was war, ist und was sein wird. Und ganz wichtig: ich lasse die Dinge, Situationen und auch Menschen los, die mir nicht dienlich sind.

 

Eine interessante Frage ist: Wozu ist mir das dienlich?

 

Also zum Beispiel in Situationen, in die ich gerate, die unangenehm sind oder auch Menschen, die zu mir kommen und irgendetwas wollen, was ich nicht will oder auch Gewohnheiten, die sich eingeschlichen haben.

 

Und dann? Loslassen, den eigenen Weg weiter gehen, authentisch sein und bleiben und auf das Getane mit Stolz und Würde zurückblicken.

Siehe jedes scheinbare Hindernis als Chance zu wachsen und zu lernen.

 

Ich danke dir für´s Lesen.

Wie geht es Dir mit innerer Klarheit? Bist Du klar?

 

In Liebe, Deine Miriam

 

Bildrechte: Miriam Linda Weiss

 

 

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14 Antworten

  1. Margitta sagt:

    Liebe Miriam, vorher zum Geburtstag gratulieren- nein, das geht gar nicht. Aber von Herzen DANKE sagen für Dein wunderbares Geschenk, das will ich jetzt – in aller Klarheit. Sei umarmt von Margitta

  2. Sylvia sagt:

    Liebe Miriam,
    gerade habe ich im Mindheart-Kongress den Christian Meyer gehört. Er sagt, dass der Weg nach Innen uns näher zu unserem Selbst bringt und dass es Menschen gibt, die mehr ein Machertyp sind, also im Außen handeln und das gut so für sie ist, solange sie ein gutes Gefühl dabei haben. Dann gibt es Menschen, die mehr ein stiller Typ sind und nach innen gehen. Auch das ist gut so, wenn das ihr Weg ist und es sich für sie gut anfühlt.

    Ich denke, es gibt noch viele Zwischenstufen, je nach Bewusstseinsstand und Seelenaufgabe, die wir zu lernen haben…
    Wichtig ist, dass wir auf unseren Körper/ Intiition hören, um zu erkennen und fühlen, was uns gut tut und was nicht. Das alleine ist schon ein Prozess. Ich bin gerade dabei zu lernen, meine Gedanken und Gefühle in das Vertrauen zu richten, dass ich mich von einer höheren Macht „getragen und geführt“ fühlen darf.

    Sich nicht entscheiden können oder verwirrt sein, sind auch nur Stufen auf dem Weg zu uns selbst.
    So weit meine Betrachtung aus spiritueller Sicht.

    Hier ist der Link von Christians Homepage:
    http://www.zeitundraum.org/cms5/zeit-und-raum.html

    Danke Miriam, für dein grosszügiges Geburtstagsgeschenk mit dem nochmaligen Freischalten der wunderschönen Gaia Konferenz.

    Teilen und Geben = Empfangen,
    ist Erfüllung, Fülle.
    Das wird mir immer KLARER.

    Herzliche Grüße,
    Sylvia

    • SeelenReisende sagt:

      Liebe Sylvia, danke für Die Erinnerung an Christian Meyer. Ich mag ihn sehr und habe schon viele Vorträge von ihm gehört.“Sich nicht entscheiden können oder verwirrt sein, sind auch nur Stufen auf dem Weg zu uns selbst.“ Hast Du schön gesagt – das gefällt mir 🙂 Vielen Dank und alles Liebe

  3. Andrea sagt:

    Liebe Mirjam

    danke dir für die Anregungen und Fragen die du in diesen wunderbaren Raum stellst und dass du teilhaben lässt an deinem Leben.

    Ich bin in einem Moment grösster Verunsicherung und (beinahe) Verzweiflung auf deinen Seiten gelandet. Ich stehe an, stosse mich an meinem Verhalten, meiner Interaktion mit lieben Menschen rund um mich und finde mich wieder abgelehnt, nicht ertragen – hoffnungslos beziehungsgestört.

    Nun übe ich mich wieder im Annehmen, in Selbstliebe und im totalen Rückzug. Meine Erfahrung heisst eher : “ sprich nicht mit anderen darüber, wenn du unklar bist.“ Nämlich erst wenn ich in mir wieder gehalten und sicher bin kann ich mit „nur-gut-gemeinten-Rat-Schlägen“ umgehen. So erspare ich mir Aussagen wie “ du befindest dich in einer Abwärtsspirale, du bist eine Getrieben, du hast dein Leben nicht im Griff “ usw.. In Zeiten wie diesen ertrage ich nur Menschen die mit dem Herzen hören und sprechen – Menschen wie du mit deinen Vorträgen, deinen reisen ins Innere der Seele.

    • SeelenReisende sagt:

      Ich danke Dir für Deine Offenheit. Falls Du Unterstützung möchtest, dann melde Dich bei mir und wir schauen gemeinsam, wie es weitergehen kann. Alles Liebe für Dich, Miriam

  4. Winfried Weinand sagt:

    Danke , liebe Miriam,

    du sprichst mir aus der Seele. Bin im Moment auch innerlich in der Unklarheit. Ein neuer Lebensabschnitt steht an und ich weis noch nicht in welche Richtung es geht. würde mich gerne persönlich mit dir darüber unterhalten.
    Herzlichen Dank für die GAIA Konferenz und ich freue mich schon auf den Nachschlag morgen.

    Herzliche Grüße
    Winfried

    • SeelenReisende sagt:

      Lieber Winfried, ein neuer Lebensabschnitt ist interessant und ich kann mir gut vorstellen, dass Du nicht weißt, in welche Richtung er geht. Woher auch? Lass uns per email weiter in Kontakt gehen. LG Miriam

  5. Mirah sagt:

    Niemand kann einem etwas aufdrücken, dafür ist man schon selbst verantwortlich. Wenn man andere fragt, bekommt man Antworten. Wenn man selbst unklar ist, gibt es unklare Antworten. Andere Menschen verantwortlich machen für die eigene Unklarheit führt nicht weiter, das weiß ich aus eigener Erfahrung. Die anderen haben ein Recht auf ihre eigenen Sichtweisen. Wenn es mir besser geht, wenn ich über meine Fragen rede, dann heißt das noch lange nicht, dass es ihnen damit besser geht. Kann sein, dass sie nun meine Unklarheit im System haben und das auf diese Weise widerspiegeln. Also der Ansatz führt nicht weiter. Die Frage ist, wohin wende ich mich, wenn ich mich entscheiden muss? Besser nach innen, auf die eigene Stimme hören. Dann kann ich klar sein in meiner Kommunikation und auch die anderen profitieren davon. Nur leichter gesagt als getan, ich weiß.

    • SeelenReisende sagt:

      Na ja, mir kann schon jemand etwas aufdrücken und es liegt dann an mir, ob ich mich zu schützen weiß. Es gibt Menschen, die reden ungefragt irgendwas daher um zu reden, aus den verschiedensten Beweggründen. Interessant ist dann die eigene Reaktion darauf.
      Bin ich unklar, bekomme ich im Aussen Unklarheit gespiegelt – schon klar. Sich nach Innen zu wenden ist auf jeden Fall eine sehr gute Idee, um wieder klarer zu werden. Noch besser finde ich, in einen Wald zu gehen.

  6. Escucha sagt:

    Liebe Miriam,

    klare Antwort auf Deine Frage: ja, ich bin klar! Ich sage Menschen, bevor ich mit ihnen spreche, was ich von ihnen möchte. Dass sie mir zuhören, damit sich bei mir etwas ordnen kann oder dass sie mir anschliessend ihre Meinung sagen.
    Um klar zu sein oder zu werden, war mir die Gefühlsarbeit dienlich. In diesem Fall ist es die Kraft der Wut. Sie dient der Klarheit.

    Herzliche Grüße
    Escucha

  7. Nina sagt:

    Danke! Sehr aufschlussreich!

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