Fühlst du dich manchmal als Opfer?

Opfer? Täter? Wer, Ich?

Niemals. Ich tu doch anderen nichts. Ich bin doch immer nur die, auf der alle rumhacken.

So, oder so ähnlich denken wohl viele Menschen auf diesem Planeten. Auch ich habe eine gewisse Zeit lang so gedacht und mich als „armes Opfer“ gesehen. Als Opfer der noch so schrecklichen Umstände.

Was kann ich denn dafür, dass XYZ passiert ist. Hätte XYZ doch bloss nicht XYZ gemacht, dann wäre jetzt alles BESSER!

Doch aus diesem Denken bin ich schon lange raus. Jedenfalls die allermeiste Zeit in meinem jetzigen Dasein. Aber, was soll ich sagen, es gibt immer wieder Momente, in denen ich mich ertappe, wie solche Gedanken in meinem Innern auftauchen. 

Gedanken, die mir einreden wollen, das etwas nicht durch mich hervorgerufen wurde, sondern durch andere, WORAUF ICH KEINEN EINFLUSS HABE.

Ist natürlich toller Quatsch! Und ich hoffe, du weißt das.

Wenn ja, dann brauchst du gar nicht erst weiter zu lesen, denn das Folgende ist nichts Neues für dich. Falls nicht, werde ich es dir jetzt erklären:

Es gibt sogenannte Gesetze des Lebens, auch kosmische Gesetze genannt. Hier findest du mehr darüber.

Das sind Gesetze, die hier auf der Erde und im gesamten Universum wirken. Egal, ob du daran glaubst oder nicht. Egal, ob du dir dessen bewusst bist oder nicht. 

Eines dieser Gesetze lautet: Das Gesetz von Ursache und Wirkung. Soll heißen: Alles, was ich tue, hat eine Auswirkung. Alles. Ausnahmslos. Und es kommt noch besser:

Auch Gedanken, Worte und Taten haben eine Auswirkung. 

Ja, auch Gedanken, die du denkst – alles was du denkst – hat eine Wirkung. Denn Gedanken sind Energie und Energie kann nicht verschwinden – kennst du vielleicht noch aus dem Physik-Unterricht, falls du zur Schule gegangen bist.

Und was bedeutet das nun? 

Das bedeutet, dass du für deine Gedanken, Worte und Taten verantwortlich bist. Voll und Ganz.

Wenn du in eine Situation gerätst, in der dir was „schlimmes“ passiert, dann kannst du davon ausgehen, dass diese nicht „zufällig“ passiert ist – denn „Zufälle“ gibt es gar nicht. Es ist vielmehr so, dass du dafür gesorgt hast, dass diese passiert. Sehr wahrscheinlich nicht bewusst – sonst wär sie auch nicht passiert oder zumindest nicht so.

Es kann zum Beispiel sein, dass du plötzlich die Kündigung von deinem Arbeitgeber erhältst. Zuerst fällst du aus allen Wolken und gibst deinem „blöden Chef“ die Schuld dafür und bist verletzt und willst es nicht wahrhaben oder so ähnlich.

Doch betrachte die Situation einmal genauer: möglicherweise hast du schon lange mit dem Gedanken gespielt, die Arbeitsstelle zu wechseln oder warst schon länger unglücklich oder unzufrieden mit der Arbeit oder mit den Umständen. Kann das sein?

Schau genau hin. Geh tief nach Innen und spür nach. Und, was findest du? Genau! Hab ich mir doch gedacht.

Es gibt da tief in deinem Innern – vielleicht ein bisschen versteckt und nur ganz leise – den Wunsch, dich beruflich zu verändern, den Job zu wechseln oder etwas Neues zu starten. Doch bisher hattest du dich noch nicht getraut aus diversen Gründen.

Was ist geschehen? 

Das Universum hat deinem Wunsch nach Veränderung stattgegeben. Genauer gesagt: durch deine Gedanken hast du diese Situation herbeigeführt. Ich hoffe, du kannst mir folgen und mir zustimmen.

So, und jetzt gibt es zwei Möglichkeiten deiner Reaktion darauf: 

  1. Du kannst – wenn du dir dessen nicht bewusst bist – dich als „armes Opfer“ betrachten und meckern und dich bemitleiden und bedauern und dir immer wieder einreden, wie ungerecht das Leben doch ist usw. oder
  2. du kannst dir die Situation angucken und sehen, dass sie tatsächlich das Ergebnis deiner Gedanken, Worte oder Taten ist. 

Wenn du das sehen kannst, dann wirst du dich nicht mehr als Opfer betrachten. Geht gar nicht. Denn ein Opfer ist sich seiner Haltung nicht bewusst. Ein Opfer glaubt, es kann nichts für seine Umstände. Ein Opfer bewertet auch ganz stark alle Situationen und teilt ein in Gut und Böse.

Hast du das verstanden? Kannst du mir folgen? Bestimmt, oder?

Opfer leiden übrigens gerne.  Das hört sich ein bisschen fies an, aber da ist was Wahres dran. Sich als Opfer zu betrachten heißt, sich in Selbstmitleid zu aalen,

  • um z.B. Aufmerksamkeit zu bekommen oder
  • um etwas zu erzählen zu haben, oder
  • damit das Ego befriedigt wird.

Das Ego spielt bei der ganzen Sache übrigens eine nicht unerhebliche Rolle. Das Ego will nämlich auch Rache ausüben. Aber das ist eine andere Geschichte, auf die ich ein anderes Mal eingehen werde.

Und jetzt ist die große Frage:

Wie komme ich aus diesem Spiel wieder raus? Was kann ich tun, um mich nicht mehr länger als Opfer zu betrachten oder so zu fühlen?

Als erstes ist es schon mal großartig, wenn du erkennst, wie das Leben bzw. die Lebensgesetze funktionieren. Betrachte doch das Leben mal als Spiel. Du hast nichts zu verlieren. Es gibt nur zu gewinnen. Der Hauptpreis bist DU. Dein wahres Selbst.

Der nächste Schritt aus meiner Sicht, ist der, Verantwortung zu übernehmen für dein Denken, deine Worte und dein Handeln.

Großartig – und eine der wirksamsten Übungen überhaupt –  ist, sich in Vergebung zu üben. Wenn du vergibst, dann kann Heilung geschehen. Einen großartigen Artikel zum Thema Vergebung, hat Anssi (spiritueller Lehrer) geschrieben. Schau mal rein.

Und ansonsten: Geh bewusster durch dein Leben, denn du bist das Leben.

Achte gut auf deine Gedanken, Worte und Taten.

Und, falls du Hilfe brauchst, dann melde dich bei mir und wir werden bestimmt einen Weg für dich finden, dir zu helfen. Ich freue mich über deinen Kommentar zu diesem Thema.

 

In Liebe, Miriam

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2 Antworten

  1. Thorsten Hellberg sagt:

    Ich durch meine Persönlichen Erfahrungen deine Worte nur bestätigen, danke für deine tiefgründigen aussagen !!!!

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