6 Gründe für dich, barfuß zu laufen

Hast du dir schon einmal überlegt, wie es Tieren gelingt problemlos barfuß zu laufen?

Ich bin immer wieder fasziniert davon wenn ich mit meinem vierpfotigen Freund Lino spazieren gehe und meine Schuhe ausziehe, um – genau wie er – schuhlos durch Wald und Feld zu laufen. Was mir zum Teil wirklich schwer fällt, ist für ihn ganz normal. Sehr wahrscheinlich denkt er nicht im Geringsten darüber nach.

 

barfuß

 

Meine Füße tun sich wirklich schwer damit, den Wechsel zwischen hart und weich, kalt und warm und trocken und nass hinzukriegen. Lino – mein Hundefreund – läuft einfach nur.

Neulich war ich mit ihm im Wald unterwegs und bin dabei sehr achtsam, wenn ich barfuß laufe. Ich achte genau auf meinen Weg, komme nur mit mäßiger Geschwindigkeit voran und passe genau auf, wohin und worauf ich trete. Jedenfalls lief ich mit Lino so durch den Wald und kam dann an eine Sanddüne hier im Wald. Und – du ahnst es bestimmt – der Sand war unfassbar heiß (die Luft-Temperatur betrug ca. 27°C im Schatten) und ich konnte beim besten Willen nicht drüber laufen.

Ich nicht. Lino schon.

Genau das brachte mich auf den Gedanken, mich mit Menschenfüßen im Vergleich zu Hundepfoten zu beschäftigen.  

Barfuss

Pfote und Fuß

Wir Menschen haben unter den Füßen Reflexzonen, die sämtliche Körperorgane widerspiegeln. Man kann an ihnen Krankheiten erkennen oder auch in umgekehrter Richtung, Krankheiten heilen oder zumindest die Organe stärken und zur Selbstheilung anregen.

Haben Hunde bzw. Tiere das auch? Wenn nicht, warum nicht? Warum hat die Natur, das beim Menschen erschaffen und beim Tier nicht? 

Darauf habe ich keine Antwort gefunden. Da Pfoten anders „aufgebaut“ sind als Menschenfüße, glaube ich, dass es keine Reflexzonen gibt wie beim Menschen. Dennoch sind die Hundepfoten sehr sehr empfindlich. Fasse ich Lino vorsichtig unter eine Pfote während er schläft, zuckt er sofort zusammen, was ich auf eine hohe Sensibilität zurückführe. Umso erstaunlicher ist es für mich, dass er problemlos über jeden Untergrund laufen kann. 

 

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Und jetzt die versprochenen 7 Gründe für dich, barfuß zu laufen:

 

1. Du stimulierst deine Fuß-Reflexzonen und somit deine inneren Organe. Und du massierst deine Füße beim Gehen. Anfangs kann das auch ganz schön doll weh tun – hinterher brennen die Füße oft, was sich auf die starke Durchblutung zurückführen lässt. Abends, vor dem Schlafen gehen, kannst du deinen Körper über deine Füße entgiften mit Fußbädern aus Wasser und Himalaya-Salz, welches alle Mineralien enthält, die der Körper benötigt.

2. Du bist Mutter Erde ein Stück näher und gehst in Kontakt mit ihr. Alle Urvölker gehen barfuß auf ihr.

3. Du gehst achtsamer umher – achtest auf alles was am Boden liegt,v.a. Scherben und spitze Gegenstände und Müll, um nicht hineinzutreten und dich zu verletzen. Wenn ich barfuß unterwegs bin, dann hebe ich mittlerweile den Müll auf und nehme ihn mit bis zum nächsten Mülleimer…da kommt ganz schön was zusammen.

4. Du lernst (wieder) mit den Füßen zu fühlen. Überlege: du kommst nackt auf die Welt und deine ersten Schritte machst du sehr wahrscheinlich barfuss und erst sobald du beginnst mehr zu laufen ziehen deine Eltern dir Schuhe an (meistens). dadurch fühlst du den Untergrund und auch Mutter Erde nicht mehr so stark wie vorher.

5. Deine Füße werden es dir danken, nackt und frei umherlaufen zu dürfen. Sie lieben es, Luft und Wasser und Wind und die Natur zu spüren. Viele Menschen haben Pilzerkrankungen an den Nägeln oder auch zwischen den Zehen und das beste, was man in einem solchen Fall den Füßen antun kann, ist, sie frei und nackt zu lassen.

Wir verpacken unsere Füße oft in billigen, umweltschädlich hergestellten Socken und Schuhen – abgesehen von denen, die ihren Füßen biologisch hergestellte Materialien antun und Socken aus pflanzengefärbter Bio-(Baum-)Wolle kaufen oder stricken.

In den Schuhläden gibt es immer mehr billige Schuhe, die fragwürdig hergestellt sind und ich rate dir: überlege dir gut, ob du deinen Füßen dies antun möchtest.

6. Du schenkst deinen Füssen mehr Aufmerksamkeit. Was du vorher vielleicht noch verstecken konntest, zeigst du jetzt ganz offen. In meiner Praxis höre ich immer wieder von Menschen, die mir sagen, dass sie ihre Füße hassen!? Das erstaunt mich sehr.

Kann man einen Körperteil hassen? Auch die Füße sind ein Teil deines Körpers und sie tragen dich durchs Leben. Dein Leben lang. Behandle sie gut – dann tragen sie dich auch lange. Und das ist eine große Aufgabe.

 

Gehst du manchmal oder öfter oder vielleicht sogar ausschließlich barfuß umher? In der Natur oder auch in der Stadt und beim Einkaufen? Hinterlasse einen Kommentar und berichte mir darüber. Ich freue mich von dir zu lesen.

 

In Liebe,

Miriam

Bildquelle der Bilder in diesem Artikel: pixabay und Miriam Linda Weiss

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7 Antworten

  1. Harald sagt:

    Liebe Seelenreisende!
    Weil es mich gerade wieder einmal sehr beschäftigt, möchte ich noch zu diesem schon älteren Beitrag etwas schreiben.
    Im Grund war ich schon als Kind gerne barfuß unterwegs. Als Jugendlicher war es für mich erfreulicherweise kein Tabu, auch immer wieder barfuß durch die Stadt zu gehen. Aus heutiger Sicht tut es mir ein bisschen leid, das damals nicht konsequenter gelebt zu haben.
    Irgendwann wurde mein Barfußanteil im Leben dann doch weniger. Aber dann erinnerte mich das Leben vor fast zehn Jahren mit plötzlichen heftigen Rückenproblemen daran, mehr auf meinen Körper zu achten. Ein Teil davon war es für mich, wieder mehr die Schuhe wegzulassen. Das ergab sich sehr selbstverständlich, Schritt für Schritt. Im Sommer gönnte ich mir Zeiten, in denen ich Schuhe nur in seltenen Ausnahmefällen benutzte. Ich ging auf Reisen, ohne Schuhe mitzunehmen.
    Ich hatte das Gefühl, bei etwas angekommen zu sein, was ich schon immer tun wollte. Ich fühlte mich näher an der Erde und näher bei mir. Und irgendwann fühlte ich, dass ich noch weniger Kompromisse machen wollte.
    Mittlerweile lebe ich meine sommerlichen „Schuh-Auszeiten“ mit einer Radikalität, die ich mir früher selbst nicht zugetraut hätte. Jedes Jahr ist es jetzt irgendwann so weit, dass die Schuhe einfach ganz wegkommen. Manchmal verstecke ich sie quasi in einem Kasten, einmal hab ich sie schon in einem Sack zu einer Freundin gebracht. Gleichzeitig besitze ich auch immer weniger und immer minimalere Schuhe. Zu ganz wenigen „offizielleren“ Terminen gehe ich im Sommer mit ganz minimalistischen Sandalen, nur eine dünne Sohle mit ein paar Bändchen dran. Vor der Tür kommen sie wieder in die Tasche. Ein paar Mal ziehe ich bei Bergtouren Schuhe an.
    Wenn es im Oktober kühler wird, ziehe ich wieder öfter Minimalschuhe an. Auch das fühlt sich dann richtig an. Allerdings sehe ich es schon auch als meine nächste Herausforderung, auch diese Grenze hinauszuschieben.
    Ich bin froh, so weit gekommen zu sein, und freue mich jeden Tag über meine Barfüßigkeit und diese gewonnene Freiheit. Ich finde es schön, auf diese Art meinen eigenen Weg zu gehen. Und als wichtigsten Grunf für mein barfüßiges Leben denke ich immer wieder: Warum eigentlich nicht?
    Liebe Grüße an alle Barfüßigen hier, die dauerhaften, die gelegentlichen, die bewussten, die selebstverständlichen…

  2. Ronja sagt:

    Hallo liebe Miriam,
    schöne Worte – ich habe letztes Jahr angefangen ausgiebiger barfuß zu laufen – tolles Gefühl. Es macht so viel Spaß. In der Natur sowieso, aber auch in der Stadt und in Einkaufszentren genieße ich es den Untergrund zu spüren. Also freue ich mich schon tierisch, dass die Temperaturen nun wieder länger im Plus sind – und hoffentlich der Split bald gefegt wird – der tut nämlich wirklich weh!

    ABER: Was meinen Enthusiasmus stark gebremst hat: Wenn man über die Füße auch entgiftet – nimmt man ja auch auf. D.h. in der Stadt ist ja auch ganz viel giftiges auf dem Boden. In Kaufhäusern, Bussen und Bahnen z.B. auch die Reinigunsmittel. D.h. damit tu ich mir dann vielleicht doch nichts gutes. Was denkt Ihr darüber?

    • SeelenReisende sagt:

      Liebe Ronja, schön, dass Du soviel Barfuss unterwegs bist und auch, das Du Dir Gedanken darüber machst, was Deine Füße so alles aufnehmen durch den Boden. Gut ist sicherlich, Deine Füße anschließend zu waschen und zu reinigen. Überleg mal: über die Atmung nehmen wir ja auch ganz viel auf und sicherlich nicht nur gesunde frische Luft – grade wenn wir in der Stadt leben. Auch die Tiere nehmen ja ganz ganz viel über ihre Pfoten und über ihre Lungen auf usw. Konzentriere Dich darauf, was das Barfusslaufen Gutes mit Dir macht. Wie gut es tut Mutter Erde zu spüren, geerdet zu sein, vieles abgeben zu können über die Füße und noch vieles mehr. Energie folgt der Aufmerksamkeit. LG Miriam

  3. Thorsten Hellberg sagt:

    Hallo liebe Miriam, ich möchte dir für deine Anregung barfuß zu laufen herzlich danken ! wie du aus unseren Gesprächen weißt hat mir meine knie-op sehr zugesetzt. Es ist wirklich ein wunderbares Gefühl den Boden unter sich zu spüren und sich dabei etwas besser selbst zu spüren. Die natürlichen Bewegungen des Körpers werden dabei intensiviert, ich denke dass meine knie-op unnötig gewesen währe wenn ich vorher mehr darauf geachtet hätte auf was und mit was ich laufe. weiter so, lieben gruß, Toto 🙂

    • SeelenReisende sagt:

      Lieber Toto,
      danke für deinen Kommentar. Es ist nie zu spät, damit anzufangen, bewusster durchs Leben zu gehen – ob mit Schuhe oder eben barfuß 😉 Laufe am Besten so oft du kannst barfuß und in tiefer Verbundenheit mit der Erde herum. Bis bald, liebe Grüße, Miriam

  4. Anja Lange sagt:

    Genau deshalb laufe ich so gerne barfuß!Danke für den schönen Artikel..Mögen noch mehr Menschen entdecken, wie gut das tut..
    Auf ganz bald mal wieder bei einem barfuß Spaziergang;-)
    LG
    Anja

    • SeelenReisende sagt:

      Danke liebe Anja für deinen Kommentar <3,dich barfuß zu treffen hatte mich unter anderem zu diesem Artikel inspiriert:-)
      In Liebe, Miriam

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